Menelaos, griech. Bildhauer in Rom in der ersten Kaiserzeit, Schüler des Stephanos, eines Schülers des Pasiteles, nennt sich als Meister einer in der Villa Ludovisi befindlichen, gewöhnlich, aber schwerlich mit Recht, als Orest und Elektra gedeuteten Gruppe. Dieselbe ist wichtig als ein inschriftlich gesichertes Wie der Schule des Pasiteles (s. d.). Vgl. Kekulé, «Die Gruppe des Künstlers M.v (Lpz. 1870). Men men'é tekel upharsin lautete die geheimnisvolle Schrift, welche der babylonische König Belsazar (s. d.) während eines Gastmahls, bei dem der König und seine Gäste die heiligen Geräte des jüd. Tempels entweihten, von Fingern einer Engelshand an die Wand seines Speisesaals schreiben sah. Keiner seiner Weisen konnte die Schrift lesen; nur der Judäer Daniel (s. d.) soll sie gelesen und auf das Ende des Königs und den Übergang seiner Herrschaft an die (Meder und) Perser gedeutet haben: eine Weissagung, deren Erfüllung auch sofort eingetreten sei. Die aramäischen Worte der Inschrift bedeuten: 4Gezählt, gezählt, gewogen, Brechende » (meist übersetzt; gezählt, gewogen und leicht befunden), und das lehte Wort pharsin enthält zugleich eine Anspielung an die Perser.