Demetrius Poliorketes, d. i. der Städteeroberer, der Sohn des Antigonus (s. d.), war unter den macedon. und syr. Königen dieses Namens, zunächst im Zeitalter der Diadochen und Epigonen, durch seine hervorragende Begabung, seine Thaten und den Wechsel seiner Schicksale der bedeutendste. Geboren 337 v. Chr., zeichnete er sich 114 frühzeitig durch Tapferkeit und Feldherrntalent in den Kriegen Ia Vaters h00 Eumenes, Seleukus und Ptolemäus aus, obwohl er 312 gegen letztern die Schlacht bei Gaza verlor. Im J. 307 sendete ihn Antigonus nach Griechenland, um dort die Herrschaft des macedon. Kassander zu Gdesen er eroberte Megara und nahm Athen ein, dessen Bewohner ihn als ihren Befreier mit Ehren überhäuften. In Cypern schlug er 306 Menelaus, den Bruder des Ptolemäus, zu Lande und letztern selbst, der zum Entsatz der Stadt Salamis mit Truppen und einer Flotte herbeigeeilt war, in einer Seeschlacht. Antigonus nahm nun den Kö-Ahobns an und erteilte ihn auch seinem Sohne. Rhodus dagegen ward von diesem 305 -304 vergeblich belagert, obwohl er sich damals durch seine kunstvoll neu erfundenen, Keinen Bein Belagerungsmaschinen vorzugsweise seinen Beinamen erwarb. Dagegen entsetzte er 304 Athen, das Kassander belagerte, und vertrieb 303 dessen Truppen aus Hellas und dem Peloponnes. Als nun Kassander, Lysimachus, Seleukus und Ptolemäus gegen Antigonus sich verbanden (302), eilte er dem letztern zu Hilfe nach Asien, eroberte Ephesus, ward aber durch die Schlacht bei Ipsus 301, in der Antigonus selbst fiel, in die schwierigste Lage versetzt. Die Athener, die sich früher in Schmeicheleien gegen ihn überboten hatten, ließen ihn jetzt nicht ein; bald aber gelang es D., der im Besitz einer Flotte und einer Anzahl Städte geblieben war, während Seleukus, der mit seinen frühern Bundesgenossen sich entzweit hatte, jetzt (300) seine Tochter Stratonike heiratete, seine Streitkräfte wieder zu verstärken, worauf er seit 298 Griechenland gufs neue zu gewinnen suchte. Athen ergab sich ihm 295 und erhielt Verzeihung. Im Peloponnes schlug D. den spartan. König Archidamus IV. und war nahe daran Sparta selbst einzunehmen, als er sich plötzlich nach Macedonien wendete, um sich in den Streit, der dort zwischen Kassanders Söhnen, Antipater und Alexander, ausgebrochen war, zu mischen. Nachdem er in Dion den letztern 294 hatte ermorden lassen, ward er selbst von den Macedoniern zum — ausgerufen, unterwarf die abtrünnigen Böoter nach der Einnahme von Theben (290) und versöhnte sich mit Pyrrhus (s. d.) von Epirus, der mit den Atoliern gegen ihn kämpfte, um nunmehr womöglich seines Vaters Reich und seine eigenen Besitzungen in Asien, die indessen verloren gegan96 waren, wiederzugewinnen. Noch ehe er jeoch seine ungeheuern Rüstungen vollendet hatte, ward er durch den Einfall des Lysimachus, der sich mit Seleukus und Ptolemäus verbunden hatte, in Macedonien beschäftigt; er zog gegen ihn, aber die Macedonier, bei denen er sich durch Schwelgerei, Erpressungen und Hochmut verhaßt gemacht hatte, ingen (287) zu Pyrrhus über, der sich nun ebenalls dem Bündnisse seiner Gegner angeschlossen hatte. D. floh nach Griechenland, wo sein Sohn Antigonus Gonatas seine Herrschaft behauptete; nur die Athener hatten sich erhoben und die Truppen des D. aus dem Kastell auf dem Museion vertrieben. Noch aber war der Piräus im Besitz des D., der nun nach Asien eilte, um hier den Lysimachus Tantnoilrs; Anfangs glücklich, ward er dur Agathokles, den Sohn des Lysimachus, bald so bedrängt, daß er sich nach Cilicien auf das Gebiet des Seleukus zurückziehen mußte. Diesem ergab er sich, nachdem ihn bei einem letzten Angriff seine Soldaten verlassen hatten (286). D. starb, zuletzt ganz in Schwelgerei versunken, 283 zu Apamea am Orontes, wohin ihn Seleukus hatte bringen lassen. Puut . erhaltene) Biographie des D. schrieb utarch.