Menius (Justus, latinisiert aus Jost Menig), Mitarbeiter an der Reformation Thüringens, geb. 13. Dez. 1499 zu Fulda, studierte in Erfurt, begab sich 1519 nach Wittenberg und blieb seitdem der Reformation treu zugethan, ward 1523 Pfarrer in Mühlberg bei Gotha, 1525 in Erfurt, ging jedoch wegen Widerstandes der kath. Bevölkerung 1527 nach Gotha und unterstützte 1528 Melanchthon auf seinen Visitationsreisen durch Thüringen; 1529 wurde M. zum Pfarrer und Superintendenten von Eisenach ernannt, reformierte 1542 -44 das Kirchen⸗ und Schulwesen der Stadt Höemn und wurde 1546 Superintendent in Gotha. Beschuldigt, mit Major (s. d.) die Notwendigkeit der guten Werke zu behaupten, wurde er 1556 zu einem Kolloquium nach Eisenach geladen, legte sein Amt in Gotha nieder und ging nach Leipzig, wo er 1557 Prediger an der Thomaskirche wurde. Er starb 11. Aug. 1558. Vgl. H. L. Schmidt, Justus M., der Reformator Thüringens » (2 Bde., Gotha 1867).