Mereur, s. Merkur. Mercurialia, s. Quecksilbermittel. Mercurialis I., s. Bingelkraut. Mercurii dies (lat.), Mittwoch. — Mercy (Claudius Florimund, Graf), kaiserl. Feldmarschall, geb. in Lothringen 1666, kämpfte 1683 beim Entsatze von Wien, zeichnete sich 1684 —⁰ in Ungarn mehrfach aus, ebenso 1701 in Italien und danach als Kommandeur eines Kürassierregiments am Rhein, wurde 1705 Generalmajor und that sich gegen die Franzosen vor Straßburg, 1706 bei Landau und 1707 bei Orlenberg, wo er das Freikorps des Marquis de Vivans auseinander sprengte, hervor. M. wurde hierauf Feldmarschalllieutenant und führte 1706 sechs Regimenter nach Mantua, kehrte dann an den Oberrhein zurück, wurde zwar bei Rumersheim geschlagen, deckte jedoch den Schwarzwald und die Waldstädte gegen die Franzosen. Im J. 1716 trug er bei Peterwardein viel zum Siege bei und zeichnete sich 1717 bei Temesvär aus. Er wurde 1720 Gouverneur dieser Festung und erwarb sich große Verdienste um die Kultur des Banats; 1733 wurde M. Generalfeldmarschall und befehligte das Heer in talien, wo er beim Angriff auf Schloß Croisetta ei Parma 29. Juni 1733 fiel. Seine Lehen und den 1720 ihm verliehenen Grafentitel erbten seine Adoptivsöhne Antoine, gest. 1767 als Gouverneur von Essek, und Florimund M. d'Argenteau, österr. Diplomat und Günstling des Grafen Kaunitz, 1780—90 in Paris, dann in London bis zu seinem 25. Aug. 1794 erfolgten Tode Gesandter, ein vertrauter Ratgeber der Königin Marie Antoinette.