Friedrich Franz aver, Prinz von Hohenzollern-Hechingen und österr. Feldmarschall, geb. zu Gheule bei Mastricht 31. Mai 1757, trat 1773 in holländ. Kriegsdienst und aus diesem bald in österr. Dienst, in welchem er sich als Chef eines Kürassierregiments 1788 vor Belgrad gegen die Türken auszeichnete. Der Prinz befehligte 1793— 95 im franz. Revolutionskriege fast stets die Vorhut des verbündeten Heeres und nahm an den Schlachten bei Neerwinden, Wattignies und Charlerdi teil, zeichnete sich 1796 als Generalmajor vor Mantua, namentlich aber in der Schlacht bei Caldiero aus, mußte jedoch nach dem Mißlingen des Versuchs, Mantua zu entsetzen, nach 3 Kampfe bei Schloß Favorite kapitulieren. Nach dem Friedensschlusse übernahm F. 1797 den Oberbefehl über die österr. Truppen in den Provinzen Belluno und Treviso, rettete im zweiten Koalitionskriege 1799 Verona und nahm Mailand, zog dann nach Modena und verhinderte Macdonald, sich mit Moreau zu vereinigen, stürmte hierauf Soults Stellung an der Borchella und deckte die Belagerung von Genua. Der Prinz führte die Ssterreicher in der Schlacht von Bozzolo 25. Sept. 1800 und schloß im Auftrage des Oberbefehlshabers die beiden Waffenstillstände mit den Franzosen, welche dem Frieden von Luneville vorangingen, worauf er bis 1805 in Krakau die Truppen in Westgalizien befehligte, am franz. Kriege teilnahm, jedoch nicht mit in die Kapitulation von Ulm verwickelt wurde, demnächst die Oberaufsicht über die Demarkationslinie an der böhm. Grenze übernahm und dann 1806 in seine frühere Stellung nach Krakau ederkehrte. Im J. 1809 gelang es F. nach der Niederlage des österr. Heeres bei Regensburg über Fürth nach Eger zu entkommen. Er befehligte bei Wa-Anh die Mitte der österr. Stellung und deckte den kückzug des geschlagenen Heeres. Nach dem Friedensschlusse wurde . zum Höchstkommandierenden in Innerösterreich ernannt und nahm in Gratz Wohnsitz, führte dann 1812 das in Galizien versammelte Reservekorps und schloß 1815 die Festung Straßburg ein, worauf er in seine frühere Stellung nach Gratz zurückkehrte. Der Prinz übernahm 1825 den Vorsitz im österr. Hofkriegsrat, wurde im folgenden Jahre Kapitän der ersten Arcieren-Leibgarde und 1830 Feldmarschall. Er starb zu Wien 6. April 1844. Vgl. Smola, «Das Leben des Feldmarschalls Prinzen F.v (Wien 1845).