Merida, früher Santiago de los Caballeros de M., Hauptstadt des Staates Guzman in Venezuela, 1558 von Juan Rodriguez Suarez gegründet, liegt 1649 mehoch auf einer überaus fruchtbaren Bergebene, rechts vom Chama, im Angesicht der imposanten Sierra Nevada, deren Gipfel bis zu 4580 m aufsteigen. ant, Hlicb.s Erdbeben von 1812 fast Runtew zerstört, blieb die Stadt eine Zeit lang in uinen. Sie zählt woil 10 747 E., die sehr gewerbthätig und meist wohlhabend sind. M. ist Sitz eines Bischofs, hat ein geistliches Seminar, ein Kollegium (früher Universität) und ein Kloster. Außer einer vortrefflichen Sorte Kaffee, die hier gebaut wird, bringt die Stadt ziemlich viele Baumwoll⸗ und Wollstoffe, besonders schön gefärbte Teppiche in den Handel.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 634Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei