Metalloide nannte man im Anfang des 19. Jahrh. die Metalle der Alkalien und Erden. Berzelius brauchte zuerst den Namen für alle nichtmetallischen Elemente. Soweit unsere Erfahrungen reichen, gibt es 15 M. oder Nichtmetalle, welche sich in folgende vier Gruppen einteilen lassen: 1) Wasserstoff, Chlor, Brom, Jod und Fluor; 2) Sauerstoff, Schwefel, Selen, Tellur; 3) Stickstoff, Phosphor, Arsen, Bor; 4) Silicium, Kohlenstoff. Die Unterscheidung zwischen M. (Nichtmetallen) und Metallen ist eine willkürliche, da es unmöglich ist, eine scharfe Grenze zu ziehen, woher es auch kommt, daß manches Element von einem Chemiker als Metall und von einem andern als M. angesehen wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 659Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei