Michelsen (Andr. Ludw. Jak.), ausgezeichneter Germanist, geb. 31. Mai 1801 zu Satrup auf der schlesw. Halbinsel Sundewitt, studierte zu Kiel, Göttingen, Berlin und Aahre in a die Rechte und hielt sich dann mehrere Jahre in Kopenhagen auf. Seine treffliche «Geschichte Nordfrieslands im Mittelalterz (Schlesw. 1828) veranlaßte 1829 seine Berufung zum Professor der Geschichte nach Kiel. Hier veröffentlichte er unter anderm das «Urkundenbuch zur Geschichte des Landes Dithmarschen» (Altona 1834), sowie die „Sammlung altdithmarscher Rechtsquellend (Altona 1842) u. s. w. Im J. 1842 wurde er Professor in Jena und 1848 in die Deutsche Nationalversammlung gewählt, wo er seinen Sitz auf dem rechten Centrum nahm. Im J. 1862 zum ersten Vorstand des Germanischen Museums in Nürnberg gewählt, verließ er beim Wiederausbruch der schlesw.⸗holstein. Bewegung Nürnberg und wirkte publizistisch für den Erbprinzen Friedrich von Schleswig-Holstein unter anderm durch die Schrift «über schlesw.⸗holstein. Staatserbfolges (Gotha 1864). Seit 1864 lebte M. in Kiel, später in