FeedMillin (Aubin Louis)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Millin (Aubin Louis), franz. Archäolog, geb. zu Paris 19. Juli 1759, war während der Schreckensherrschaft einige Zeit eingekerkert, nahm dann eine Stelle im Bureau des öffentlichen Unterrichts an, wurde Professor an der Centralschule des Seinedevartements, dann Professor der Archäologie zu Paris, Mitglied der Akademie der Inschriften und Konservateur des Antiken⸗ und Medaillenkabinetts der Nationalbibliothek. Er starb zu Paris 14. Aug. 1818. Durch das von ihm gegründete „Magasin encyclopédiquen (122 Bde., Par. 1792—1816) und die „Annales encyclopédiques (12 Bde., Par. 1817—18), durch das „Dictionnaire des beaux artso (3 Bde., Par. 1806) und die «Monuments antiques inéditso (2 Bde., Par. 1802—4) setzte er die Franzosen in Kenntnis von den gründlichen Arbeiten der Deutschen. Um die Archäologie machte er sich verdient durch seine Peintures des vases antiques o (Par. 1808—10) und die „Galérie mythologique (2 Bde., Par. 1811), und um die Kunstgeschichte durch Voyage dans les départements du midi de la France (5 Bde., 1807—11) und die Histoire métallique de la révolution françaises (Par. 1806), die von James Millingen fortgesetzt wurde. Außerdem veröffentlichte er noch: Antiquités nationaleso (5 Bde., Par. 1790—98).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 730Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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