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GeschichteBrockhaus 1882

Miltiädes, ausgezeichneter athenischer Feldherr aus dem Hause der Philaiden, erwarb sich in dem durch den Perserkönig Darius J. gegen Griechenland begonnenen Kriege unsterblichen Ruhm, indem er nur mit dem Aufgebot der Athener und Platäer 12. Sept. 490 v. Chr. in der Ebene von Marathon (s. d.) über die weit überlegene Macht der Perser unter Datis und Artaphernes den glänzenden Sieg erfocht, der die Griechen für die heldenmütige Verteidigung ihres Vaterlandes und ihrer Freiheit in den spätern Kämpfen begeisterte. Als M. bald nach jenem Unternehmen auch die zu den Persern übergetretenen Inseln des Agäischen Meers wiedererobern wollte und für diesen Zweck eine Flotte von 70 Segeln von den Athenern erhalten hatte, seine Belagerung von Paros aber mißlungen war, so ergriff (489) Xanthippus aus dem ihm feindlichen Hause der Alkmäoniden die Gelegenheit, ihn durch das Volksgericht zu einer hohen Geldstrafe als Ersatz der Kosten verurteilen zu lassen, die, da M. selbst im Gefängnis starb, sein Sohn Cimon nach des Vaters Tod entrichten mußte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 732Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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