Mincha (hebr., Opfer, Gabe), im israel. Opferritual das unblutige Speis- und Trankopfer, das aus am Feuer gerösteten Getreidekörnern oder feinem Semmelmehl mit Ol, Salz und Weihrauch und aus Wein bestand, und in späterer Zeit gewöhnlich als Zugabe zum Schlachtopfer (Brand- und Dankopfer) Gott dargebracht wurde. Nur in wenigen Fällen kam das Speisopfer selbständig vor, wie bei den alle Sabbattage erneuerten 12 ungesäuerten Weizenbroten auf dem Schaubrotetisch. »Mincio, schiffbarer Fluß der Lombardei, entspringt als Sarca im Adamellomassiv in Tirol, durchfließt die Thäler von Genova und Rendena, den nördl. Teil von Judicarien und gelangt durch das fruchtbare Sarcathal 4 km südöstlich von Riva in den Gardasee. Diesen verläßt der M. bei Peschiera, um zuerst in südl., dann in südöstl. Richtung dem Po zuzufließen. Oberhalb des Gardasees ist der Fluß wild und reißend, unterhalb desselben wird er schiffbar; bei Mantua erweitert er sich zu einem sumpfigen See und mündet, durch hohe Dämme an der überschwemmung der Uferlandschaften gehindert, 22 EKm unterhalb Mantua, unfern von Governolo, nach einem Laufe von 192 km, wovon 76 auf den eigentlichen M. fallen, in den Po. Sein Stromgebiet umfaßt 3078 qkm. Geschichtlich merkwürdig ist der Fluß durch den Sieg, welchen 25. und 26. Dez. 1800 die Franzosen unter Brune über die Österreicher unter Bellegarde hier erfochten; auch die Schlacht bei Solferino (s. d.) wird oft Schlacht am M. genannt.