Mirabilis L., Wunderblume, Name einer zur Familie der Nyctagineen gehörenden Pflanzengattung, welche sich durch ein langöhriges Perigon mit trompeten⸗ oder radförmigem Saum und bauchig erweiterter, den Fruchtknoten einschließender Basis, sowie dadurch auszeichnet, daß die fünf Staubfäden in eine Scheibe verwachsen sind, welche auf der nicht aufspringenden, nußartigen, einsamigen Frucht als Krone stehen bleibt. Ihre wenigen, in den wärmern Gegenden Amerikas einheimischen Arten sind krautartige Gewächse mit gegenständigen ganzen Blättern und einzeln oder gebüschelt stehenden Blüten, welche von einer kelchartigen, fünflappigen Blatthülle umgeben sind. Diese im freien Lande gut fortkommenden Pflanzen werden oft als Ziergewächse kultiviert, besonders M. Jalapa L., mit gebüschelten, großen roten, gelben, weißen oder gescheckten Blüten (s. Jalape), und M. longiflora L. aus Mexiko, mit sehr langröhrigen, weißen, am Schlunde purpurnen Blumen, die des Abends einen starken Wohlgeruch verbreiten.