Mittelwald nennt man einen Wald, der auf derselben Fläche aus Baumhölzern (Oberholzy) und Stockloden (Unterholzo) zusammengesetzt ist, also eine Mittelform zwischen Hoch- und Niederwald. Das zwischen den Stockloden einzeln oder gruppenweise verteilte Oberholz wird aus Kernpflanzen oder aus kräftigen Stockloden des Unterholzes beim jedesmaligen Abtrieb des letztern nachgezogen. Für das Unterholz eignen sich nur Laubholzbäume und Sträucher, welche kräftig vom Stock ausschlagen, wie Hornbaum, Eiche, Ahorn, Linde, Erle u. s. w., am besten solche, welche Schatten vertragen. Der Umtrieb des Unterholzes ist meist 15—20jährig. Zu Oberholz eignen sich fast alle Laubbäume mit Ausnahme der zu dichtkronigen Buchen und Linden, auch Nadelhölzer sind möglich, namentlich die lichtkronigen Lärchen. Der Umtrieb des Oberholzes kann sehr hoch, 80 — 120 jährig, auch noch höher sein. Mittelwaldbetrieb ist die geeignetste Betriebsform zur Nachzucht besonders starker Sortimente lichtbedürftiger Laubhölzer, vorzüglich der Eichen. (S. Forstwirtschaft A. IIIA.)