Mitterwurzer (Anton), Baritonist, geb. 12. April w1818 zu Sterzing in Tirol, betrat die Bühne zuerst in Innsbruck und war in der Folge Mitglied einer kleinen österr. Gesellschaft, bis er 1839 in Dresden engagiert wurde, wo er bald hervorragende Bedeutung erlangte. Am 1. Juni 1870 trat M. von der Bühne zurück und starb 2. April 1876 zu Döbling bei Wien. M. gehörte zu den besten Vertretern Gluckscher, Marschnerscher und Wagnerscher Partien. Aus seiner Ehe mit der Schauspielerin Anna Herold entstammt Friedrich M., Schauspieler, geb. 16. Okt. 1844 in Dresden. Derselbe ging mit 18 Jahren zum Theater, spielte an verschiedenen Bühnen und war 1869 — 71 Mitglied des Stadttheaters zu Leipzig, wo er neben Helden- und Liebhaberrollen auch Partien in der Posse und Operette gab. Im J. 1871 wurde M. für das Hofburgtheater in Wien engagiert, ging 1879 zum wiener Stadttheater über, wurde an diesem nach Laubes Rücktritt Oberregisseur und 1884 artist. Direktor des Carl-Theaters. Er ist ein begabter und origineller Darsteller, von großer Gestaltungskraft. M. hat auch verschiedene Dramen verfaßt und übertragen. Wilhelmine M., geborene Rennert, Schauspielerin, seit 1867 Gattin des vorigen, geb. 27. März 1847 zu Freiburg i. Br., betrat 1862 die Bühne, wurde 1863 Mitglied des Wallner-Theaters in Berlin und folgte ihrem Gatten in seine Engagements nach Graz, Leipzig und Wien, wo sie seitdem am Burgtheater wirkt. Mittewald, Dorf in Tirol, Bezirkshauptmannschaft Brixen, links am Eisak, mit (1880) 466 E. In der Nähe ist ein Engpaß, in welchem 5. Aug. 1809 die Tiroler unter Haspinger und Speckbacher über die Franzosen siegten.