Monembasia, eine um den Beginn des byzant. Mittelalters gegründete Festung auf einer an der Ostküste Lakoniens gelegenen, zum Gebiet der alten Stadt Epidauros Limera gehörigen Felsinsel, welche durch einen künstlich aufgeschütteten schmalen Damm, der den einzigen Weg zu der Stadt bildet (daher der Name M., d. h. die nur einen Zugang hat), mit dem Festlande verbunden ist. Die von den Italienern gewöhnlich Napoli di Malvasia oder schlechtweg Malvasia genannte Stadt war während der Herrschaft der Byzantiner, der Franzosen und der Venetianer als eine der stärksten Küstenfestungen Moreas und als ein Hauptstapelplatz des levantinischen Handels bedeutend; namentlich wurden die Weine des Peloponnes und der griech. Inseln von hier aus nach dem Abendlande perschifft und daher gewöhnlich mit dem Namen Malvasier bezeichnet. Nach dem unglücklichen Aufstandsversuch der Griechen gegen die türk. Herrschaft 1770 verließen die angesehenern Familien die Stadt und zerstreuten sich nach Hydra und Spetsä. Im griech. Befreiungskampfe wurde M. schon 4. Aug. 1821 durch Hunger genötigt, sich den Griechen zu ergeben. Jetzt ist M. ein unbedeutendes Städtchen mit (1879) 506 E. und Hauptort der zum Nomos Lakonia gehörigen griech. Eparchie Epidauros-⸗Limira. leintägig.