FeedMorea
ErdkundeBrockhaus 1882

Morea ist der seit dem Anfang des 13. Jahrh. n. Chr., seit der damaligen franz. Eroberung, im Volksmunde gebräuchliche Name für die von den Alten Peloponnesos genannte Halbinsel, welche den südlichsten Teil des griech. Festlandes bildet. Die Ableitung des Namens ist streitig, indem einige ihn von der griech. Benennung des Maulbeerbaums, andere von dem slaw. Worte more, d. i. Meer, herleiten, andere endlich, und gewiß mit Recht, darin eine durch Metathesis (Buchstabenversetzung) entstandene Korruption von Rhomäa, d. i. Römerland (von Rhomäi, Römer, wie die Griechen seit den byzant. Zeiten sich nennen), erkennen. Die Halbinsel wird eingeteilt in die fünf Nomarchien Achaja und Elis, Arkadien, Lakonien, Messenien und Argolis und Korinth mit insgesamt 22203 akm Moseoten und (1879) 743 189 Bewohnern, die Moreoten oder Moraiten genannt werden. (S. Griechenland und Peloponnes.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 865Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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