FeedMotala
ErdkundeBrockhaus 1882

Motala, Stadt im schwed. Län Sstergötland, in einer der schönsten Gegenden Schwedens, am Ausflusse der 105 EKm langen Motala-Elf aus dem Wettersee, welche ostwärts, parallel dem Göthakanal, mit mehrern Wasserfällen in den Borensee, aus diesem in den Kungs-Norrby⸗ und Roxensee, dann gegen Nordwesten in den Glansee, aus diefem wieder ostwärts fließt und ganz nahe unterhalb der Stadt Norrköping, in welcher sie über 16 m hohe, zum Betriebe zahlreicher Fabriken benutzte Fälle bildet, in die Ostseebucht Bräviken mündet. M. ist Station der Staatsbahnlinie Orebro-Mjoölby, war bis 1881 ein Marktflecken, zählt (1883) 2148 E. und ist durch seine mechan. Werkstätte berühmt, die 1822 unter Leitung des engl. Werkmeisters Fraser angelegt und zur größten in Schweden geworden ist. In ihr verfertigt man Dampfmaschinen, Dampfschiffe, Panzerschiffe, Eisenbahnmaterial, Kanonen u. s. w. Bei M. befindet sich die Grabstätte des Grafen von Platen (gest. 1829), welcher den Kanalbau eifrig förderte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 894Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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