Mozaraber oder Mostaraber (entstanden aus der arab. Participialform mustariba), d. i. Fremdlinge unter den Arabern oder unechte Araber, hießen ursprünglich die arab. Stämme, die nicht in reiner Linie vom Stammvater Kachtan abstammten, später die Christen in Spanien zur Zeit der arab. Herrschaft, um sie von den wirklichen Arabern zu unterscheiden. Mit Rom in fast gar keiner kirchlichen Verbindung, hatten sie die alte got. Liturgie, die daher auch die Mozarabische Liturgie genannt wurde, beibehalten, bis Gregor VII. diese abschaffte und ihnen dafür die römische aufdrang.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 901Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei