Mücke (Heinr. Karl Anton), Historienmaler, geb. 9. April 1806 in Breslau, war auf der berliner Alademie Wilhelm Schadows Schüler und begleitete denselben nach Düsseldorf, welches seitdem sein Wohnort blieb. Mit Lessing übernahm er 1829 vom Grafen von Spee den Auftrag, das Schloß Heltorf bei Düsseldorf mit Fresken aus dem Leben des Kaisers Friedrich Barbarossa zu schmücken. In der St. Andreaskirche in Düsseldorf malte er ein großes Freskobild, eine Symbolisierung des Christentums, und dann die heil. Katharina, von Engeln durch die Luft nach dem Sinai getragen (1836; jetzt in der Nationalgalerie in Berlin), eine überaus zarte und gemütvolle Komposition, welche M. fünfmal wiederholen mußte. Hierauf entstand das histor. Gemälde: Temotard Traum, die Illustration zum Prachtexemplar des Oratoriums «Pauluso von Mendelssohn; sechs Momente aus dem Leben Giottos für R. Reinicks «Liederbucho. Re die Gräfin Dohna-Dönhof zu Königsberg malte er den heil. Ambrosius, der den Kaiser Theodosius zu Mailand von der Kirchenthür zurückweist. Im Saale des Rathauses von Elberfeld malte er mit Plüddemann und Clasen die Einführung des Christentums durch den heil. Suibertus, den Apostel des Wupperthals, in einer Reihe von fünf Bildern. Reich an Schönheiten ist die heil. Elisabeth, Almosen verteilend. Eine größere Reihenfolge von OÖlbildern für den Fürsten Karl Anton von Hohenzollern behandelt das Leben des heil. Meinrad, Grafen von Hohenzollern. Von 1844 bis 1868 lehrte er an der düsseldorfer Akademie die Anatomie und Proportion, seit 1849 ist er Professor und Mitglied des Senats. M. hat sich als Schriftsteller im Fache der Kunstanatomie mit Glück versucht.