FeedMüller (Gebrüder)
MusikBrockhaus 1882

Müller (Gebrüder), zwei berühmte Streichquartette. Das ältere, welches 1831 — 55 konzertierte, bestand aus den Brüdern Karl M. (geb. 11. Nov. 1797 zu Braunschweig, Konzertmeister daselbst, gest. 4. April 1873, erste Violine), Gustav M. (geb. 3. Dez. 1799, herzogl. Symphoniedirektor, gest. 7. Sept. 1855, Bratsche), Theodor M. (geb. 27. Sept. 1802, Kammermusikus, gest. 22. Mai 1855, Cello) und Georg M. (geb. 29. Juli 1808, Vialne Kapellmeister, gest. 20. Okt. 1875, zweite ioline). Das jüngere Quartett bildete sich 1855 aus den vier Söhnen Karl M.s: Karl (geb. 14. April 1829, erste Violine), Bernhard (geb. 24. Febr. 1825, Bratsche), Hugo (geb. 21. Sept. 1832, zweite Violine) und Wilhelm (geb. 1. Juni 1834, Cello). Die in Braunschweig geborenen Brüder wurden Hofmusiker in Meiningen, 1866 in Wiesbaden und ließen sich später in Rostock nieder, wo Karl Kapellmeister wurde. Mit der Anstellung Wilhelms als ersten Cellisten der königl. Kapelle und Lehrer an der Hochschule in Berlin wurde das Quartett 1873 gesprengt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 916Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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