FeedBrassin (Louis)
MusikBrockhaus 1882

Brassin (Louis), ausgezeichneter Pianist, geb. 24. Juni 1840 zu Aachen, erhielt seine musikalische Ausbildung unter Moscheles auf dem Konservatorium zu Leipzig, wurde 1866 Lehrer am Sternberg⸗ —1 Konservatorium zu Berlin, 1869 am Konervatorium zu Brüssel und 1879 am Konservatorium zu Petersburg. Unter seinen Kompositionen für das Pianoforte sind besonders seine Etuden hervorzuheben. — Leopold B., Bruder des vorigen, ebenfalls vorzüglicher Pianist, geb. 28. Mai 1843 zu Straßburg, wurde 1862 10-Hotha des Herzogs Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha, später Lehrer an der an heind e zu Bern. Unter seinen Kompositionen befinden sich schöne Lieder und Chor-G änge, sowie Klavier⸗ und Kammermusikstücke. — erhard B., der jüngste der drei Brüder, geb. 10. Juni 1844 zu Aachen, er Musihule Violinist, wurde 1863 Lehrer an der Musikschule zu Bern, später Konzertmeister zu Gotenburg in Schweden, 1874 Lehrer am Sternbergschen Konservatorium 8 Berlin, 1875 Leiter des Tonkünstlervereins zu reslau. Er unternahm zahlreiche Konzertreisen in Deutschland, England und Skandinavien, teils mit einem ältesten Bruder, teils mit Carlotta Patti. „komponierte auch gehaltvolle Stücke für die Violine. — Louis B., der Vater der drei Brüder, stammte aus einer belg. Familie, wurde in Aachen geboren, war seinerzeit ein trefflicher Baritonist und als solcher seit 1847 mehrere Jahre lang Mitglied des leipziger Stadttheaters.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 468Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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