Bohrer, eine musikalische Familie. Kaspar B., Kontrabassist, wirkte an den Kapellen zu Mannheim und München und starb an letzterm Orte 14. Nov. 1809. Er hinterließ vier Söhne, in denen er ein vortreffliches Quartett herangebildet. Die talentvollsten derselben waren Anton und Mar. Anton B., geb. zu München 1783, bildete sich namentlich unter Rud. Kreutzer in Paris zum Violinisten, während ihn in der Komposition Danzi unterrichtete. Mar B., geb. 1785, ward von Anton Schwarz in München zu einem vortrefflichen Violoncellisten gebildet. Sehr früh wurden sämtliche Brüder an der königl. Kapelle in München anestellt. Nachdem die beiden jüngsten Brüder, Peter B. und Franz B., welche Violine und Viola spielten, 1805 gestorben waren, unternahmen Anton und Max Kunstreisen durch Deutschland und Polen und fanden 1818 zu Berlin, Anton als Konnn wrn und Max als erster Violoncellist, 8 ung, gingen 1824 nach München zurück und konertierten seit 1830 in Frankreich und England. ax war seit 1832 Konzertmeister in Stuttgart, wo er 1867 starb; der als Virtuos weniger, aber als Komponist mehr bedeutende Anton unda eine gleiche Stelle in Hannover 1834 und starb daselbst 1852. Die Kompositionen beider Brüder, beste210 in Konzerten, Rondos, Phantasien, Duetten, rios, Variationen u. s. w., beziehen sich nur auf ihre Instrumente.