Müller (Wenzel), Komponist leichter Opern und Singspiele, geb. zu Türnau in Mähren 26. Sept. 1767, bildete sich unter Dittersdorfs Anleitung, ging zum brünner Theater, schwang sich vom Violinspieler bis zum Kapellmeister empor und kam endlich 1786 in gleicher Eigenschaft zur Marinellischen Gesellschaft nach Wien, bei welcher er, fünf Jahre abgerechnet, die er in Prag als Operndirektor verlebte, bis an seinen Tod, 2.Aug. 1835, blieb. Neben vereinzelten Stücken, Cantaten, Symphonien, Messen u. s. w. hinterließ er 227 Bühnenwerke. Sein letztes Werk war «Asmodi oder das böse Weib und der Satan (1834). Nicht wenige derselben, z. B. Die Zauberzithero, Das neue Sonntagskleide, Die Schwestern von Prag», «Die Teufelsmühlen, «Der Alpenkönig und der Menschenfeind » u. a., bürgerten sich durch ihre Natürlichkeit und joviale Laune allenthalben ein, sind aber jetzt ganz in Vergessenheit geraten.