Adam (Adolphe Charles), franz. Komponist, geb. 24. Juli 1803 zu Paris, trat 1817 ins Konservatorium, wo Reicha und Boieldieu seine Lehrer wurden. Sein erstes Werk von einiger Bedeutung war die einaktige Oper Pierre et Cathériney (1829). Die rechte Begründung fand A.s Ruf erst durch den «Postillon de Longjumeauo, welche Oper, 1836 mit ungemeinem vierve aufgefuhrt und auch außerhalb Frankreichs viel verbreitet, als seine beste Produktion anzusehen ist. In die Zeit von 1836—46 fallen 10 Opern, worunter „Le brasseur de Prestono (1838), und verschiedene Ballets. Im Sommer 1847 errichtete A. zu Paris ein drittes lyrisches Theater unter dem Namen Theätre National, hauptsächlich zur Aufführun von Opern jüngerer Komponisten bestimmt; do ging dasselbe w1848 durch die Februarrevolution zu Grunde, und A. verlor sein Vermögen. Ein kleiner Ersatz wurde ihm durch Erteilung einer Professur der Kompositionslehre am Konservatorium. Mit dem „Toréadoro betrat A. 1849 wieder die Bühne der komischen Oper, ließ noch 14 größere und kleinere Opern (darunter 1850 mit dem meisten riche „(Giralda. ou la nouvelle Psychéo) und verschiedene Ballets nachfolgen, bis er 3. Mai 1856 zu Paris starb. Im allgemeinen besitzen die Kompositionen A.s Frische und Feinheit; daneben läuft aber Oberflächliches, Triviales und flüchtig Gearbeitetes mit unter. — Jean Louis A., der Vater des vorigen, bekannt als ausgezeichneter Klavierlehrer, war 3. Dez. 1758 zu Muttersholtz bei Schlettstadt im Elsaß geboren. Im 18. Jahre ging er nach Paris, wo er 1797 zum Professor am Konservatorium ernannt wurde. Unter seine Schüler gehören Kalkbrenner, Herold u. a. Er starb 11. April 1848. Von seinen Werken ist hervorzuheben: Meéthode de pianoforte du Conservatoire de Pariso (3 Tle., deutsch von Czerny, Wien 1826).