FeedSaima oder Saimen
ErdkundeBrockhaus 1882

Saima oder Saimen, einer der größten Seen im Großfürstentum Finland, bildet nur das südlichste, bei der Stadt Willmanstrand endende Becken des großen Wassersystems von Ostfinland oder von Savolaks und Karelien, das sich gegen Norden und Nordosten mit seinen zahlreichen Seebecken, Buchten und Verbindungsarmen über 370km ausdehnt und zum Centralbafsin den Enovesi, nördlich von Nyflott, hat. Der See nimmt 1760 qkm ein, liegt 77 müber dem Meere, hat sehr buchtenreiche und malerische Ufer und nur spärlich oder gar nicht bewohnte Inseln und Schären, er ist sehr fischreich und beherbergt auch Seehunde. Von April bis August steigt er durchschnittlich um 2m. Abfluß hat er gegen Südosten in den Ladogasee durch den Wuoksen, der bald nach seinem Austritt den Wasserfall Imatra (s. d.), weiterhin aber eine Kette von Seen bildet. Zur direkten Verbindung des Sees mit dem Finnischen Meerbusen wurde 1844 der 56 km lange Saimakanal zwischen Willmanstrand und Wiborg begonnen und im Herbst 1857 dem Verkehr eröffnet. Der Kanal hat 28 Schleusen und kann auch von größern Schiffen benutzt werden, wodurch die Städte Kuopio, Nuyslott und Joensuu in direkter Verbindung mit dem Auslande stehen. Slainetes, s. Entremes.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 109Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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