Sais, eine berühmte Stadt des alten Agypten, von welcher jetzt nur noch einige Ruinenhügel am großen westl. Nilarme (früher dem Bolbitinischen, jetzt dem Rosetteschen) übrig und unter dem Namen Säel-hager bekannt sind. Ein Dorf gleichen Namens liegt etwas südlich von den Ruinen. Die Umwallung der Stadt aus schwarzen Nilziegeln ist noch sichtbar und mißt 650 m im Quadrat. Der von Herodot erwähnte Heilige See liegt im nördl. Teile des Bezirks. Die Lokalgottheit war Neith, die Gefährtin des Phtha, von den Griechen mit der Athene verglichen; daher die Stadt hieroglyphisch auch Stadt der Neith genannt wird. Die Inschrift vom verhüllten Götterbilde zu S. gehört der griech. Legende an. S. war eine uralte Stadt, deren Name schon im altägypt. Reiche genannt wird, und wurde besonders seit dem 8. Jahrh. v. Chr. berühmt durch die drei saitischen Königsdynastien (die 24., 26. und 28. bei Manethös), die aus ihr stammten. Unter diesen zeichnete sich namentlich die 26. Dynastie aus, welche die aus Herodot bekannten Könige Psammetichos I., Necho (II.), Psammetichos II., Apries (Sophre), Amasis und Psammetichos III. (Psamenitos) enthielt.