FeedSalentin (Hubert)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Salentin (Hubert), Genremaler, geb. zu Zülpich in der Rheinprovinz 15. Jan. 1822, war erst Schmied, besuchte dann die Kunstschule in Köln, — die Akademie in Düsseldorf, wo Sohn und „Schadow besonders Einfluß auf ihn hatten. Sein Bild, der Freier, erwarb der Kunstverein in Köln, den Feuersausbruch unterm Gottesdienste der Kunstverein des Rheinlandes. Mit Vorliebe entnahm er die Stoffe seiner Bilder dem Volksleben des Eifellandes. Seine Werke fanden auch in Frankreich, Rußland und Amerika frühzeitig gute Aufnahme. Die Goldene Hochzeit (1856), im Besitz der russ. Kaiserin, der blinde Knabe (Museum in Besangon, 1858, gestochen von N. Barthelmeß), die spielenden Kinder (im pariser Salon 1863 von Kaiser Napoleon angekauft), die Frühlingsboten (1870, Museum in Prag), die Wallfahrer an der Heilquelle (kölner Museum) zählen zu S.s besten Leistungen. Er malte auch Landschaften mit Erfolg. Seine Gemälde sind fein und originell, das Kolorit freundlich und die Charakteristik von gesunder Frische der Empfindung. S. lebt in Düsseldorf.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 138Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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