Salve (vom lat. salve, sei gegrüßt), ursprünglich Ehrengruß durch Abfeuern von Geschützen oder Gewehren (ogl. Salut), in der Taktik das gleichzeitige Abfeuern einer Anzahl von Geschützen oder Gewehren auf Kommando. Bei dem Feuergefecht der Infanterie unterscheidet man die S. aus geschlossener Formation (Liniensalve, Bataillonssalve, Gliedersalve) und die S. aus zerstreuter Ordnung (Schwarmsalve). Durch die S. behält man die Truppe am sichersten in der Hand und beherrscht am leichtesten das Feuer; sie ist wegen der Möglichkeit, die Aufschläge der Geschosse zu beobachten, ein gutes Mittel zum Einschießen für eine Infanterieabteilung. Am häufigsten kommt sie im Beginn des Gefechts zur Anwendung, wo man sich noch nicht im sehr wirksamen feindlichen Feuer befindet. In der Nähe wendet man mehr das Schützenfeuer an. Die Artillerie verwendet die S. selten; sie empfiehlt sich hier nur, wenn im Geschütztampf die Wirkung des einzelnen Schusses nicht beobachtet werden kann, sowie gegenüber beweglichen Zielen. — In der Marine ist die S. für Batterieschiffe Regel.