FeedMarineartillerie
TechnikBrockhaus 1882

Marineartillerie begreift zunächst das gesamte Geschützwesen einer Marine in sich. Außerdem werden bei verschiedenen Seemächten, wie 3. B. in England, mit M. Truppenteile bezeichnet, welche für die Bedienung der Geschütze an Bord speziell ausgebildet werden. In England sind dies Soldaten, in Frankreich ein besonderer Teil der Besatzung, die in artilleurs (Artilleristen), fusiliers (Infanteristen) und gabiers (zur Bedienung der Takelage bestimmte Matrosen) zerfallen. An Bord der deutschen Kriegsschiffe werden alle Matrosen sowohl seemännisch wie infanteristisch und artilleristisch ausgebildet und versehen jeden der drei Dienste. Für die Besatzung der Kriegshäfen, Befestigungen von Kiel und Wilhelmshaven und die Bedienung von deren Geschützen besitzt Deutschland jedoch ebenfalls eine besondere Truppe, die Seeartillerie. Die Mannschaften sind meist Nichtseeleute, werden jedoch von wirklichen Seeoffizieren befehligt. (Vgl. Artillerie, Bd. II, S. 25.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 458Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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