Sandifort (Eduard), einer der berühmtesten holländ. Anatomen, geb. 14. Nov. 1742 zu Dordrecht, studierte zu Leiden und wurde daselbs 1770 Professor der Anatomie. Als seine bedeutendsten Werke sind anzuführen: die „Observationes anatomicopathologicaer (4 Bde., Leid. 1778) und deren Fortsetzung Exercitationes anatomico-academicae (2 Bde., Leid. 1783 — 85); die „Opuscula anatomica selectiora (Leid. 1788) und sein Hauptwerk, das Museum anatomicum academiae Lugduno-Batavaer (2 Bde., Leid. 1789 93, mit 136 Kupfern). Eine schätzbare Sammlung ist sein «Thesaurus dissertationum, programmatum aliorumque opusculorum ad omnem medicinam facientiumv (3Bde., Rotterd. 1769— 78). S. starb 22. Febr. 1814. Gerard S., Sohn des vorigen, geb. 1779 zu Leiden, seit 1799 Prosektor und des Vaters Gehilfe, seit 1801 außerord., seit 1814 ord. Professor der Anatomie und Physiologie daselbst, gest. 11. Mai 1848, hat die Fortsetzung des Museum anatomicump (Bd. 3 und 4, Leid. 1827—36), sowie außerdem Tabulae craniorum diversarum nationumo (2 Bde., Leid. 1838—40) geliefert.