Santerre (Antoine Joseph), General der Französischen Revolution, geb. zu Paris 16. März 1752, war beim Ausbruche der Revolution Besitzer einer Bierbrauerei in der Vorstadt St.-Antoine und wurde 1789 zum Führer eines Bataillons der Nationalgarde gewählt. Er beteiligte sich bei Erstürmung der Bastille und den Vorgängen auf dem Marsfelde. Als eifriger Jakobiner hatte er auf die Ereignisse vom 20. Juni und 10. Aug. 1792 großen Einfluß. Der Gemeinderat ernannte ihn hierauf zum Generalkommandanten der Nationalgarde, und als solcher rettete er viele dem Blutbade entronnene Schweizer. Marat und die übrigen Anstifter der Septembergreuel suchten ihn darum zu aunte und S. erhielt den Titel eines Divisionsgenerals und mußte die militärischen Vorkehrungen während des Prozesses und der Hinrichtung Ludwigs XVI. treffen. Dann erhielt er das Kommando eines neuerrichteten Korps von 20000 Mann in der Vendee, wurde aber 18. Sept. 1793 bei Coron unweit Chollet geschlagen. Der Wohlfahrtsausschuß rief ihn zurück und ließ ihn als Freund und Anhänger des Herzogs von Orléans ins Gefängnis werfen, das er erst nach dem Sturze Robespierres wieder verließ. Seitdem trat er ins Privatleben zurück. Er starb 6. Febr. 1809. Vgl. Caro, 4S., général de la républiquer (Par. 1847)). Sauthal, Volksstamm in Ostindien bewohnt einen Landstrich des westl. Teils von Niederbengalen, von Orissa im Süden bis Bhagulpore im Norden. Die S., deren Sprache auch von den Kolhs, Birhors, Mundas, Hos und andern Stämmen gesprochen wird, bilden den überrest der Aboriginerbevölkerung dieser Gegenden. Obwohl mit den im Dekhan wohnenden Dravidas körperlich verwandt, hängen sie mit ihnen sprachlich nicht zusammen, da die Sprachen der Kolarier oder Vindhjastämme, zu welchen die S. gehören, eine von dem Dravidischen Sprachstamme verschiedene Sprachklasse bilden. Vgl. Friedr. Müller, Grundriß der Sprachwissenschafte (Bd. 3, Abteil. 1, Wien 1884).