Sardonagruppe heißt bei B. Studer der östlich vom Panixerpaß gelegene Teil der Glarneralpen (s. Alpen 21). Den Kern der Gruppe bildet das Massiv des Sardonagletschers an der Grenze der schweiz. Kantone Graubünden, Glarus und St. Gallen, in welchem der Piz Segnes zu 3102 und der Saurenstock zu 3054 m über dem Meere ansteigen. Weiter östlich kulminiert die Gruppe mit dem Ringelspitz (3249 m) zwischen dem Vorderrheinthal und dem Calfeuserthal. 1Den Alten 33 Lachen (Sardonius risus) hieß bei den Alten das höhnische, grimmige Lachen des Zornigen oder das des Verzweifelten. Es wird schon bei den Alten verschieden erklärt; teils wird das Wort «Sardanisch » geschrieben und etymologisch als ein zähnefletschendes, grinsendes Lachen gedeutet, oder man leitet es entweder direkt ab von dem Brauche der semit. Molochopfer (s. Moloch) oder von dem Reflex dieser Opfer in der Sage von dem ehernen Riesen Talos, der die nach Kreta Verschlagenen in seinen Armen verbrennen ließ, oder endlich soll das Sardonische Lachen von einem auf Sardinien wachsenden giftigen Kraute (Sardonia herba bei Virgil) den Namen erhalten haben, dessen Genuß ein solches Lachen zur Folge hatte. Zuerst kommt der Ausdruck vor in der «Odysseer (XX, 301 —2). Vgl. Mercklin, «Die Talossage und das Sardonische Lacheno (Petersb. 1851).