FeedSchacht
Sport & SpielBrockhaus 1882

Schacht nennt der Bergmann einen Grubenbau, welcher den balbp hat, eine größere Teufe zu erreichen und deshalb mit geringen horizontalen Dimensionen und in senkrechter oder geneigter (flacher) Richtung abgeteuft wird. Der Schachtquerschnitt zeigt runde, quadratische, elliptische oder rechteckige Form; die Begrenzungsflächen heißen Stöße (anger, kurzer, nördlicher u. s. w. Schachtstoß). Die obere Offnung eines S. heißt Hängebank, in den verschiedenen Sohlen liegen die Füllörter, das Tiefste ist der Schachtsumpf. Die Abteilungen eines S. für verschiedene Zwecke heißen Trümer (Fahr⸗, Förder⸗, Kunsttrum). Schächte werden hergestellt durch Abteufen oder überhauen, die Verwahrung derselben geschieht durch die Schachtzimmerung und Schachtmauerung. (S. unter Bergbau, Bd. II, S. 805 fg.) Man hat saigere (Richtschächte) und flache oder tonnlägige Schächte; gebrochene Schächte haben wechselndes Fallen. an kennt Haupt- und Neben⸗ oder Hilfsschächte; Tageschächte, Stollenschächte oder Lichtlöcher gehen bis auf einen Stollen nieder; Tiefbauschächte; blinde Schächte gehen nicht bis zu Tage und dienen zur Verbindung einer Abbausohle mit einer tiefern; dieselben heißen auch Strecken⸗, Zwischen⸗, Durchschnitt⸗, Verbindungsschächte. Der Bestimmung nach unterscheidet man: Förder⸗(Treib⸗, Göpel⸗, Awet Kunst⸗, Fahr⸗, Wetterschächte. Zu besondern wecken dienen: Seil-⸗ und Stangen⸗, Roll⸗„Brems- und Hänge⸗, Wassereinfallschächte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 284Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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