FeedSchafberg
ErdkundeBrockhaus 1882

Schafberg, Berg der österr. Kalkalpen (s. Alpen 31), erhebt sich an der Grenze von Salzburg und Oberösterreich zwischen dem Atter⸗„ dem Aber⸗ und dem Mondsee zu 1789 m über dem Meere und besteht aus höhlen-⸗ und petrefaktenreichem Alpenkalk. Inselartig zwischen drei Seen aufsteigend, bietet der S. eine umfassende Aussicht über die Gebirge und Seen des Salzkammerguts, die Steirischen und Salzburger Alpen, Oberösterreich bis zum Böhmerwald und Oberbayern bis zum Chiemsee und verdankt dieser die Bezeichnung als Rigi Osterreichs. Der Gipfel, der ein Wirtshaus trägt, wird gewöhnlich in 3—4 Stunden von St. Gilgen oder St. Wolfgang am Abersee, seltener vom Mond-oder Attersee aus bestiegen. Eine Gebirgsbahn auf den S. ist beabsichtigt. chäfer (Heinrich), Geschichtschreiber, geb. 25. April 1794 zu Schlitz in Oberhessen, studierte in Gießen Theologie, wurde 1816 Hauslehrer in Darmstadt, 1819 Hilfsarbeiter bei der großherzogl. Bibliothek, an der er 1821 zum Sekretär und 1831 zum zweiten Bibliothekar ernannt ward. Anfang 1833 siedelte S. als Professor der Geschichte nach Gießen über, wo ihm 1864 die Direktion der Universitätsbibliothek übertragen wurde. In Darmstadt gab er Ethnogr. Denkmale von Spanien (Heft 1—5, Darmst. 1826—27) und eine deutsche Bearbeitung von Sempers «Betrachtungen über die Größe und den Verfall der span. Monarchiev (2 Bde., Darmst. 1829) heraus. Seine Hauptwerke sind die «Geschichte von Portugald (5 Bde., Hamb. u. Gotha 1836—54) und „Geschichte von Spanien (Bd. 1, von Lembke, Hamb. u. Gotha 1831; Bd. 2 u. 3, 1844—67), welche beide der „Geschichte der europ. Staatend von Ukert und Heeren angehören. S. starb zu Gießen 2. Juli 1369.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 289Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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