FeedSchellente
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Schellente (Fuligula s. Anas clangula) ist der Name einer nordischen, etwa 50 om langen Ente, welche im Winter in zahlreichen Exemplaren Deutschland besucht. Männchen und Weibchen sind in der ärbung sehr verschieden: ersteres ist weiß mit warzen Schultern und Rücken und mit grün schillerndem weißgefleckten Kopf und Oberhals, letzteres hat ein dunkelaschgraues, am Kopf mit Braun geb. 22.März 1735 zu Ihlow in der Nrovinz Brandenburg, studierte in Leipzig Theologie und Philologie, wurde 1761 Rektor zu Lübben in der Niederlausitz und 1772 am Gymnasium zu Brieg, dem er bis an seinen Tod (5. Juli 1803) vorstand. Unter seinen Schriften erlangte die weiteste Verbreitung sein Ausführliches lat.⸗deutsches und deutsch-lat. 1804—5) und noch mehr das «Lat.⸗deutsche und deutsch-lat. Handlexikone (2 Bde., Lpz. 1792), das bis in die neueste Zeit durch Lünemann und Geores eine Reihe vielfach verbesserter Auflagen erlebt 58.. Ferner erschien von ihm ein «Kleines lat. Wörterbuch mit etymolog. Ordnung» (Lpz. 1780; 7. Aufl. von Georges, 1840), «Ausführliche lat. Sprachlehrer (Lpz. 1779; 4. Aufl. 1803), «Kurzgefaßte lat. Sprachlehres (Lpz. 1780; 4. Aufl., von Döring, 1814), 4Praecepta stili bene Latinio (2 Bde., Lpz. 1779; 3. Aufl. 1797, woraus auch unter dem Titel Compendiumy, Lpz. 1780; 3. Aufl. 1796, ein Auszug veranstaltet wurde); ferner: Anleitung, die alten lat. Schriftsteller in den obern Klassen der Schulen philologisch und kritisch zu erklären (2. Aufl., Halle 1783) und 4Observationes in 1 Scriptores quosdamo (Lpz. 1785). chellfische (Gadini) bilden unter den Kehlweichflossern eine ansehnliche Familie, deren Gattungen sich durch den Mangel einer Saugscheibe, einen langgestreckten, symmetrischen Körper mit sio kleinen Schuppen und eine bis drei Rückenossen und durch eine große Schwimmblase auszeichnen. Die meisten leben in den Meeren der kalten oder der gemäßigten Breiten und gehören zu den wichtigsten Seefischen. Sie liefern ein weißes, leicht in Lagen trennbares und in der Regel Einnee und sehr schmackhaftes Fleisch. Im engern inne versteht man unter dem S. oder gemeinen Schellfisch (Gadusaeglefinus, Tafel: Fische III, Fi 9) eine zur Gattung Kabeljau (s. d.) gehörende Fischart, welche 45—60 em lang und 1—1,5 kg und darüber schwer wird, am Rücken braun und am Bauche silberfarben ist, einen itenlint Fleck hinter der Brustflosse, eine gerade Seitenlinie und eine ausgeschnittene Schwanzflosse hat. Er lebt in der Nordsee, besonders an den engl. und schott. Küsten, und ist so häufig, daß um Helgoland allein jährlich an 200000 Stück gefangen werden. Sein Fleisch ist weich, zart und schmackhaft, eignet sich aber nicht zur langen Aufbewahrung im Salze; er wird daher frisch gegessen. Bei angehender Zersetzung ist das Dorsch stark phosphoreszierend. Verwandt ist der Dorsch und der Kabeljau. chellhammer, eine Art stählerner Stempel, welche zur Herstellung von Nieten, resp. zum Vernieten dienen. (S. unter Niet.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 318Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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