Schieferformation oder Urschieferformation nennt man einen über 10000 m mächtigen Kompler von krystallinischen Schiefern und zwar vorzüglich Glimmerschiefern und Phyllit (Urthonschiefer) mit eingelagerten Gneisen, Kalksteinen, Quarziten, Hornblendeschiefern, welcher zu den Urformationen der Erdkruste gehört und deshalb von den ältern, versteinerungsführenden Schichten (dem Silur) überlagert wird. Ia Europa ist die S. namentlich im Erzgebirge, Bayrischen Wald, Fichtelgebirge und in den Centralalpen verbreitet.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 335Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei