FeedSchildau (fälschlich auch Schilda)
ErdkundeBrockhaus 1882

Schildau (fälschlich auch Schilda), Stadt im preuß. Regierungsbezirk Merseburg, Kreis Torgau, am östl. Abhange des Schildbergs, eines Ausläufers der Wurzener Berge, hat (1885) 1386 E., die Ackerbau und Gewerbe betreiben. Das freundlich und gesund gelegene Städtchen, sowie einige in der Nähe liegende Ortschaften sind als Sommerfrische beliebt. S. ist Geburtsort Gneisenaus (1760). Ahnlich wie den Bewohnern von Krähwinkel, Schöppenstedt, Polkwitz und andern Orten schrieb man früher denen von S. auch eine Menge lächerlicher und unbesonnener Streiche zu; doch sollen diese sog. Schildbürgerstreiche nicht hierher gehören, sondern nach Schildberg in Mähren, wie schon der dresdener Historiker Schöttgen (1747) nachzuweisen sich bemühte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 351Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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