Schiltigheim, Kantonshauptort im Landkreise Straßburg des elsaß-lothring. Bezirks Unterelsaß, mit (1885) 7135 E., liegt 3 Km nördlich von Straßburg, an einem Ilarm, am Rhein-Marnekanal und an der Linie traßburg-Deutsch-Avricourt der Elsaß-Lothringischen Eisenbahnen, bildet mit den Ortschaften Bischheim und Hönheim eine 3 km lange Reihe von Häusern und ist mit Straßburg durch eine mit Dampf betriebene Straßenbahn verbunden. In S., welches Sitz eines Amtsgerichts ist, befinden sich verschiedene Fabriketablissements, insbesondere mehrere große Bierbrauereien und eine große Eisfabrik. S. war 1793 das Hauptquartier Pichegrus. Im J. 1815 zog sich Rapp nach dem Gefecht bei Vendenheim hierher zurück, 1870 bildete S. einen Hauptstützpunkt der Straßburg belagernden deutschen Truppen. Der Kanton Schiltigheim umfaßt 18 Gemeinden mit (1880) 24 655 E. In demselben befinden sich mehrere der seit dem J.1872 zum Schutze von Straßburg erbauten Außenforts und zwar bei Mundolsheim: Fort Podbielski und Fort Roon: bei Niederhausbergen: Fort Feste Kronprinz; bei Oberhausbergen: Fort Großherzog von Baden; bei Reichstatt: Fort Moltke; bei Wolfisheim: Fort Fürst Bismarck.