Schlachtenmalerei heißt die Gattung der Malerei, welche den Kampf großer Menschenmassen schildert. Auch die Landschaft hat dabei ihre ästhetische Geltung, und da der Künstler gern dabei wirkliche Porträts anbringt, so greift die S. auch in dies Gebiet hinüber. Beides, die Landschaft wie das Porträt, hat dabei natürlich selundär zu bleiben. Zeigt das Schlachtenbild die Spitze der Entscheidung in einer Gruppe historisch bekannter Größen, so ist es ein echt geschichtliches zu nennen. Ein solches ist jenes bekannte griech. Mosaikbild aus der Casa del Fauno in Pompesi, die sog. Alexanderschlacht; ferner die von Rafael komponierte Konstantinschlacht im Vatikan, welche großartige Darstellung bis auf die Amazonenschlacht von Rubens vielfach Vorbild geworden ist. Bei den Holländern und neuern Italienern gehören die Schlachtenbilder durchaus dem Genre an. Zu nennen von Künstlern dieser Richtung sind: Salvator Rosa, Antonio Tempesta, Hans Snellink, Esaias von der Velde, Pet. Snyders, Robert von Hoeck, Falcone, genannt Oracolo delle bataglie, Jacques Courtois, Anton +1 van der Meulen, Phil. Wouverman, Karl Breydel und Georg Phil. Rugendas. In neuerer Zeit hat sich das Schlachtenbild wieder mehr in die geschichtliche Sphäre hineingehoben. Es sind hier zu nennen: Peter Krafft, Jos. von Schnitzer, Peter Heß, von Heideck, Albr. Adam, Monten; in Frankreich: Gros, Horace Vernet, Steuben, Scheffer, Langlois. Die Gegenwart liebt es, kriegerische Ereignisse an Ort und Stelle möglichst historisch getreu aufnehmen zu lassen; die Künstler gehen mit den Heeren. So ist der Krimkrieg durch Vernet, A. Pvon, Pilz und Durand-Brager gemalt, die österr. Waffenthaten durch die beiden L'Allemand, Karl Blaas und Franz Adam, die preußischen durch Bleibtreu, Steffeck, Kretzschmar u. a., sowie durch die der Düsseldorfer Schule angehörigen Maler Camphausen, Hünten, Northen, Kolitz, Sell u. a.