FeedSchlömilch (Oskar)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Schlömilch (Oskar), namhafter deutscher Mathematiker, geb. 13. April w1823 zu Weimar, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt, machte seine Studien zu Jena, Berlin und Wien, habilitierte sich 1844 für Mathematik zu Jena, wurde daselbst 1846 außerord. Professor, 1849 Professor der höhern Mathematik am Polytechnikum in Dresden. Im J. 1874 wurde er als Geh. Schulrat und Referent für höhere Unterrichtsangelegenheiten in das sächs. Kultusministerium berufen. Im J. 1885 trat er mit dem Titel eines Geheimrats in den Ruhestand. Sis litterarischer Ruf wurde zunächst durch eine Reihe vorzüglicher mathem. Lehrbücher begründet, die auch im Auslande Anerkennung gefunden haben. Dahin gehören: «Handbuch der algebraischen Analysis o (6. Aufl., Jena 1881), (Grundzüge einer wissenschaftlichen Darstellung der Geometriey (5. Aufl., Eisenach 1873), «Lehrbuch der analytischen Geometrie des Raumeso (5. Aufl., Lpz. 1885), (Kompendium der höhern Analysis v (4. Aufl., 1. Bd., Braunschw. 1874; 2. Bd. auch unter dem Titel «Vorlesungen über einzelne Teile der höhern Analysiso, 3. Aufl. 1878), eübungsbuch zum Studium der höhern Analysis » (3. Aufl., 23Bde,, Lpz. 1878 u. 1882). Im J. 1856 begründete S. mit Witzschel die «Zeitschrift für Mathematik und Physiko, deren Redaction er seit des letztern Tode mit Kahl und Cantor leitet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 410Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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