Schmalz bezeichnet im allgemeinen die in der Hauswirtschaft angewendeten animalischen Fette, deren Konsistenz weich ist, und zwar weicher als die des Talgs (Unschlitts), daher wird das Schweinefett häufig auch Schweineschmalz genannt. In Süddeutschland dagegen versteht man unter S. durch Schmelzen (Auslassen) gereinigte ungesalzene Butter und zwar vorzugsweise diejenige, die längere Zeit konserviert werden soll und in den Handel geht. Mit Schmalzöl oder Kunstschmalz bezeichnet man künstliche Butter oder Kunstbutter.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 421Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei