Schmidt-Phiseldeck (Justus von), deutscher Staatsmann, geb. zu Wolfenbüttel 8. April 1769, studierte zu Helmstedt die Rechte, trat später in braunschw. Staatsdienst und wurde 1799 Konsistorial⸗, Grenz⸗ und Lehnrat. Der Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig ernannte ihn 1806 zum Hofrate und Geh. Sekretär im Ministerium. Nach Organisation des Königreichs Westfalen wurde er 1808 Appellationsrichter in Kassel, 1809 Staatsrat und 1810 zugleich Generaldirektor der indirekten Steuern. Nach Wiederherstellung der rechtmäßigen Landesregierung in Braunschweig 1813 ernannte ihn der Herzog Friedrich Wilhelm zum Mitgliede der provisorisch angeordneten Regierungskommission und dann zum Mitgliede des Geheimrate. Wegen Beleidigungen von seiten des Herzogs Karl entfernte er sich Ostern 1827 aus Braunschweig und trat als Geheimrat in hannov. Dienste. Er wurde Chef des Justizdepartements, 1832 Landdrost in Hildesheim, kehrte dann nach Braunschweig zurück und starb 23. Sept. 1851 zu Wolfenbüttel. Er schrieb: «über meinen Austritt aus dem herzogl. braunschw. Staatsdienstv Gannov. 1827).