Leo J. (ohne historisch erkennbaren Grund «der Großev genannt) wurde nach Markianos Tode 7. Febr. 457 n. Chr. zum Kaiser erhoben und übte auf das weström. Reich einen starken Einfluß aus, kämpfte dagegen seit 467 unglücklich gegen den Vandalenkönig Geiserich. L. hatte seine Tochter Ariadne 458 mit dem isaurischen General Zeno vermählt; deren noch unmündiger Sohn wurde durch den Großvater 473 als Leo II. gekrönt und bei dessen Tode im Jan. 474 sein Nachfolger, starb aber schon im November desselben Jahres.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 1Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei