FeedSchmölnitz (ungar. Szomolnok)
ErdkundeBrockhaus 1882

Schmölnitz (ungar. Szomolnok), Bergstadt im ungar. Komitat Zips, in einem von Bergen umgebenen, engen und überschwemmungen ausgesetzten Thal gelegen, hat (1880) 2706 E. ohne das nahe Schmölnitzhütte (1090 CE.), meist Deutsche, welche den sog. gründner Dialekt sprechen und sich vom Bergbau nähren. S. ist Hauptort des oberungar. Bergdistrikts und Sitz einer königl. Berg-, Forst⸗ und Tabakfabriksdirektion. Der reiche Bergbau liefert Kupfer, Silber, Eisenstein und Antimon; auch gewinnt man Schwefel, Schwefelblumen und Kupfervitriol. Sehenswert sind die hydraulischen Maschinen, zumal die zur Heraufbringung des Cementwassers. chmoren oder Schmoden, Art des Hackwaldbetriebes (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 437Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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