FeedSchnaderhüpfel
TierreichBrockhaus 1882

Schnaderhüpfel, im bayr. Dia ekt Schna dahüpflun, eine dem deutschen Alpenlande eigentümliche Art des Volksliedes, selten aus mehr als einer vierzeiligen Strophe bestehend, die vorzugsweise das Suchen, Meiden und Finden der Liebenden in den mannigfachsten Wendungen, bald trotzig und neckend, bald voll tiefer Empfindung, behandeln und häufig aus dem Stegreif gedichtet werden. Den Namen bezieht Schmeller auf die ehemals üblichen Schnittertänze, „Schnitterhupfev. Wesentlich dazu gehört die zwar stets gleichartige, aber doch mannigfaltige Sangesweise nach gewissen landläufigen Tanzmelodien, welche sich in eigentümlich weichen und getragenen Tönen fortbewegt und mit plötzlichem grellen Aufjauchzen oder dem sog. Jodeln abschließt. Sehnake, soviel wie Ringelnatter.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 439Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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