Schrader (Eberhard), namhafter Bibelforscher und Orientalist, besonders verdient um die Erklärung der Keilinschriften, geb. 5. Jan. 1836 zu Braunschweig, besuchte das dortige Collegium Carolinum, studierte in Göttingen Theologie und orient. Sprachen, habilitierte sich 1862 in Zürich, wurde hier 1863 zum ord. Professor ernannt, gin 1870 in gleicher Eigenschaft nach Gießen, 1873 na Jena, 1875 nach Berlin. Er veröffentlichte «Studien zur Kritik und Erklärung der biblischen Urgeschichtes BZür. 1863), die achte Auflage von De Wettes «Lehrbuch der histor.⸗Krit. Einleitung in die Bibely (1. Tl., Berl. 1869), «Die assyr.⸗babyl. Keilinschriften» (Lpz. 1872), «Die Keilinschriften und das Alte Testament (Gieß. 1872; 2. Aufl. 1883), „Die Höllenfahrt der Istar, ein altbabyl. Epos v (Gieß. 1874), «Keilinschriften und Geschichtsforschungo (Gieß. 1878) und zahlreiche Abhandlungen in Zeitschriften und akademischen Sammelwerken.