Schreibersit nannte Haidinger stahlgraue, biegsame, stark magnetische Blättchen von der Härte 6,5, dem spezifischen Gewicht 7,1 bis 7,22, welche von Berzelius in dem Meteoreisen von Bohumilitz gefunden und als eine Verbindung von Eisen, Nickel und Phosphor erkannt worden waren. Patera beobachtete im Meteoreisen von Arva dieselbe Verbindung und befand sie zusammengesetzt aus 87,20 Proz. Eisen, 4,24 Nickel und 7,26 Phosphor. Nach Lawrence Smith kommt S. in nordamerik. Meteoriten nicht selten vor; doch lieferten drei verschiedene Analysen hier abweichend 56 bis 57,2 Eisen, 25,8 bis 28,0 Nickel und 13,9 bis 14,8 Phosphor nebst ein wenig Kobalt, sodaß die Zusammensetzung durch die Formel Ni, Fe. P dargestellt werden kann, was auch durch eine Analyse von Stanislas Meunier bestätigt wird. Andere Varietäten dieses Phosphornickeleisens ergeben aber wieder andere Werte, sodaß dasselbe in seiner Zusammensetzung sehr schwankend und die Aufstellung einer bestimmten Formel nicht möglich ist. In seiner Gegenwart ist übrigens der geringe Phosphorgehalt begründet, den die meisten Meteoreisen zeigen.