Struvit, ein eigentümliches Mineral, welches sich zuerst 1845 nach dem großen Brande in Hamburg beim Grundbau der dortigen Nikolaikirche in einer aus Viehmist gebildeten Moorerde als schöne elbe bis farblose, oft sehr durchsichtige Krystalle and, welche bis 1 Zoll Größe erreichten. Dieselben gehören dem rhombischen System an, zeigen jedoch einen ausgezeichneten Hemimorphismus, indem das obere Ende andere Formen aufweist, als das untere, womit auch ein polar-thermoelektrisches Verhalten in Verbindung steht. Die Härte ist nur 1,5 bis 2, das spezifische Gewicht etwa 1,7. Die Analysen ergaben das wasserhaltige phosphorsaure Ammonium-Magnesium. Die Krystalle verwittern an der Oberfläche und überziehen sich mit einer weißen Hülle. Später hat man das Mineral noch mehrfach gefunden, so in den Abzugskanälen der Kaserne zu Dresden, in einer Düngergrube zu Braunschweig, in den Kloaken Kopenhagens; auch im Guano der Insel Ichaboe an der westafrikanischen Küste, sowie in den guanoreichen Skiptonhöhlen bei Ballarat in Australien.