Schultens (Albrecht), berühmter Orientalist, geb. 1686 zu Gröningen, studierte hier, zu Leiden und zu Utrecht nächst der Theologie besonders die arab. Sprache, wurde 1711 Prediger zu Wassenaer bei Leiden, 1713 Professor der orient. Sprachen und 1717 Universitätsprediger zu Franeker und starb daselbst 26. Jan. 1750. Er brach in der Behandlung des orient. Sprachschatzes eine neue Bahn, indem er die mit der hebräischen verwandten morgenländ. Sprachen, vorzüglich die arabische, kritischer benutzte und eine bessere, das Studium dieser Sprache sehr erleichternde Methode erfand. Vorzüglich geschah dies durch seine „Origines Hebraicaen (2 Bde., Franeker 1724; Leid. 1733), noch mehr aber durch die Institutiones ad fundamenta linguae Hebraicae (Leid. 1737). Um die arab. Sprache erwarb sich S. Verdienste durch die Bearbeitung der Grammatik von Erpenius (Leid. 1730 u. öfter), sowie durch die Herausgabe und übersetzung des Lebens Saladins (Leid. 1733) und die Monumenta vetustiora Arabiaer (Leid. 1740).