FeedSchultz (Ernst Andreas Heinr. Herm.)
ReligionBrockhaus 1882

Schultz (Ernst Andreas Heinr. Herm.), prot. Theolog, geb. 30. Dez. 1836 zu Lüchow in der Landdrostei Lüneburg, studierte in Göttingen und Erlangen, war 1856—58 Lehrer an einer hamburger Privatschule, wurde 1859 Repetent bei der theol. Fakultät in Göttingen, 1861 Privatdocent, 1864 ord. Professor der Theologie in Basel, 1872 in Straßburg, 1874 in Heidelberg, 1876 in Göttingen, wo er jetzt mit dem Range eines Konsistorialrats Vorlesungen über systematische Theologie und Teile der alttestamentlichen Wissenschaft hält und auch als erster Universitätsprediger fungiert. Seine theol. Richtung ist eine gemäßigt-freisinnige, mit schonender Anlehnung an überlieferte Formen. Er schrieb namentlich: «Voraussetzungen der christl. Lehre von der Unsterblichkeit» (Gött. 1861), «Alttestamentliche Theologie. Die Offenbarungsreligion auf ihrer vorchristl. Entwickelungsstufes (1869; 2. Aufl., Frankf. a. M. 1878), «Die Stellung des christl. Glaubens zur Heiligen Schrifto (Braunsb. 1872; 2. Aufl. 1877), «Die Lehre von der Gottheit Christi, Communicatio idiomatump (Gotha 1881), „Predigteno (Gotha 1882), «Zur Lehre vom Heiligen Abendmahl» (Gotha 1886).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 14, S. 518Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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